Das Team


Forschungsprogramm

Voraussetzung für die therapeutische Manipulation peripherer Toleranz ist ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen. Die einzelnen Arbeitsgruppen der Klinischen Forschergruppe 146 konzentrieren sich auf unterschiedliche Aspekte peripherer Toleranz: periphere Suppressionsmechanismen zur Modulation von Allo-Immunreaktionen nach allogener Stammzelltransplantation durch CD4+CD25+ Treg Zellen werden in den Teilprojekten 1 und 3 untersucht. Die Teilprojekte 4, 5 und 6 untersuchen hauptsächlich Deletionsmechanismen zur Toleranzinduktion: im Teilprojekt 4 wird die Deletion Antigen-spezifischer T-Zellen nach MHC-Transfer auf DN T-Zellen untersucht. Im Teilprojekt 5 werden autoreaktive T-Zellen durch CD95 Ligand (CD95L/FasL)-APC eliminiert. Dieses Konzept wurde u.a. von der Arbeitsgruppe des Antragstellers PD Dr. Fleck sowohl in verschiedenen Mausmodellen in vivo als auch mit humanen Zellen in vitro verfolgt. Hierbei zeigte sich, dass T-Zellen tatsächlich durch CD95L-exprimierende APC antigenspezifisch deletiert werden können.

In den Teilprojekten 6 und 7 werden im Colitis-Mausmodell Studien zur Deletion autoreaktiver T-Zellen durch in vitro differenzierte tolerogene APC (Projekt 6) bzw. Untersuchungen zur Bedeutung bakterieller DNA für die Homöostase des intestinalen Immunsystems (Projekt 7) durchgeführt. In ersten Vorarbeiten konnte Prof. Geissler nachweisen, dass die tolerogenen APC einerseits eine Deletion autoreaktiver T-Zellen und andererseits eine Expansion von Treg Zellen vermitteln, die in einem experimentellen Colitis Modell zu einer signifikanten Verminderung der Darmentzündung führen. Im Teilprojekt 7 schließlich will Dr. Obermeier die Mechanismen untersuchen, die dem protektiven Effekt einer CpG Exposition vor Induktion einer experimentellen Colitis zugrunde liegen

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Beginn der ersten Förderperiode: 01.09.2006